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Herzlich willkommen bei Dämmtechnik Puschmann

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Pressemitteilung 12/2013

Die Hessische Energiespar-Aktion informiert: Sechs Schritte – Dämmung der Außenwand mit dem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
„Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) wird seit 45 Jahren ausgeführt und ist der Marktführer bei der Wanddämmung in Hessen. Es hat sich längst bewährt, hessische Wohnungsbaugesellschaften haben schon Millionen Quadratmeter Außenwände damit gedämmt“, so Werner Eicke-Hennig, Leiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“, ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. „Außenwände weisen bis 1977 einen U-Wert von 1,2 bis 1,5 W/(m²K) auf und erzeugen damit meist die größten Wärmeverluste am Haus. Die Heizenergieeinsparung beträgt beim Einfamilienhaus 15 bis 25 %. Bei Mehrfamilienhäusern kann sie je nach Flächenanteil der Wände bis zu 50 % betragen. Eine ohnehin geplante Putzerneuerung ist der richtige Zeitpunkt für ein WDVS“, so der Energieexperte weiter.

Die Dämmsysteme besitzen eine bauaufsichtliche Zulassung und bestehen aus Dämmstoff, Glasseidengewebe und Putz/Kleber. Die Dämmstoffauswahl ist breit: Polystyrol-, Steinwolleplatten, Schaumglas-, Kork-, Holzweichfaserplatten oder Mineralschaumplatten stehen zur Verfügung. Wer höheren Brandschutz benötigt, wählt unbrennbare Steinwolleplatten. Als übliche Wärmeleitfähigkeit
des Dämm-Materials setzen sich heute 0,035 bis 0,032 W/(mK) durch. In besonders verkehrslärmbelasteten Wohnlagen verbessern Steinwolleplatten oder besonders dafür ausgerüstete Hartschaumplatten den Schallschutz der Wand. Ein WDVS hält die Wand warm und kann den im ungedämmten Zustand vorhandenen rechnerischen Tauwasserausfall nach DIN 4108 auf null reduzieren.

Als Dämmschichtdicke empfehlen wir mindestens 12 cm, wie es auch seit 2009 die EnEV fordert (U-Wert von 0,24 W/ (m²K)). Eine solch dicke Dämmung reduziert die Energieverluste über die Außenwände um 80 %. Ab 16 cm Dicke wird das WDVS auch vom CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW gefördert (www.kfw.de). Dämmschichtdicken bis 35 cm wurden schon ohne technische Probleme ausgeführt. Wichtig ist, auch den Kellersockel mitzudämmen. Hier kann die Dämmschicht 8 bis 10 cm betragen. Die Dämmplatten sollten auch die Fensterrahmen um3 cm überdecken, um deren Wärmebrückenwirkung zu
reduzieren. Als verputztes Dämmsystem wird es außen auf die Wand aufgebracht. Nach der Verklebung der Dämmplatten auf den alten, noch tragfähigen Untergrund, werden diese verdübelt. In einen Unterputz wird ein Glas-Seiden-Gewebe eingebettet, das Wärmespannungen ausgleicht. Diese Schichtenfolge erhält schließlich ihre Endbeschichtung. Diese kann als mineralischer Putz ausgeführt werden. Mineralische Putze, Platten- und Riemchenverkleidungen sind möglich. Alle Bestandteile des WDVS müssen vom gleichen Hersteller stammen. Der Altputz muss nicht abgeschlagen werden, wenn er noch tragfähig ist, was Kosten und Nerven spart. Fehlt am Giebel ein genügender Dachüberstand, so kostet dessen Herstellung beim Einfamilienhaus ca. 600 bis 1.000 Euro. Wird zu einem früheren Zeitpunkt das Dach erneuert, sollte deshalb gleich daran gedacht werden. Die Fenster werden am Besten nach vorne außenbündig mit der Wand gesetzt oder die Laibung wird mit 2 bis 3 cm Dämmplatten versehen. Bei aufsteigender Feuchte in der Wand sollte diffusionsoffene Mineralwolle als Dämmstoff gewählt oder, noch besser, eine Vorhangfassade eingesetzt werden.

Die Gesamtkosten für das System liegen bei 90 bis 140 Euro pro m². Davon entfallen 30 bis 50 Euro pro m² auf die Ausführung der Dämmung, der größte Teil auf die Erneuerung des Putzes. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Dämmung der Wand mit einer ohnehin anstehenden Putzerneuerung zu verbinden. Die Amortisationszeit liegt häufig bei 10 bis 14 Jahren. Über die gesamte Lebensdauer von mindestens 50 Jahren machen sich die Mehrkosten für die Dämmung mehrfach bezahlt.

Eine genauere Übersicht über das WDVS gibt die Energiespar-Information Nr. 2 unter www.energiesparaktion.de und www.iwu.de

Aktuelle Informationen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhalten Sie unter www.energieland.hessen.de Hier finden Sie auch den „Förderkompass“:
EU, Bund, Länder, Kommunen und Energieversorger bieten eine Reihe von Fördermöglichkeiten in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz an. Mit diesem Förderkompass stellt die Hessische Landesregierung den hessischen Bürgerinnen und Bürgern ein Instrument zu Verfügung, das die Suche nach einem geeigneten Förderprogramm für eine in Hessen geplante Bau- oder Sanierungsmaßnahme erleichtern soll. Darüber hinaus können Sie nach Förderprogrammen zur Mobilität suchen (Erdgas- und Elektro-Fahrzeuge).
Weitere Informationen: Unter www.energiesparaktion.de gibt es 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken, zum „Energiepass Hessen“ sowie eine Energieberaterliste.
Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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